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Max Goldt liest: Aber?
Es gibt Bücher, die man liest. Und es gibt Bücher, die man erlebt. Max Goldts neues Werk "Aber?" gehört zur zweiten Kategorie – ein literarisches Comeback nach über einem Jahrzehnt, das sich wie ein Wiedersehen mit einem alten Freund anfühlt: charmant, scharfzüngig, ein bisschen verschroben – und wie immer brillant.
»Der hat aber eine richtig schöne Schrift. Diese Unterschrift ist ja ein richtiges kleines Kunstwerk.«
»Muß ja sein. Seine Texte sind ja auch richtige kleine Kunstwerke!«
»Aber wie der den Stift hält! So krumm!«
»Aber eine schöne Schreibmappe hat er! Sogar aus echtem Leder.«
»Der Stift ist auch sehr schön! Der Mann ist eben ein richtiger Profi!«
»Meine Mutter hatte auch mal so einen schönen Stift wie der, aber sie ist nach Thailand gefahren und hat den Stift dann nie wiedergefunden. Wahrscheinlich geklaut! Das Hotelpersonal wird ja so schlecht bezahlt!«
Max Goldt, 1958 geboren, in Göttingen aufgewachsen, in den frühen Jahren Musiker, namentlich als Mitglied der Band Foyers des Arts, schreibt seit mehr als 35 Jahren. Seine scharfsinnig beobachteten Kolumnen erschienen früher regelmäßig im Satiremagazin Titanic und immer wieder gebündelt in Buchform. Nach den üblichen Maßstäben sind seine Texte alle kurz und fast alle komisch, humoristisch oder satirisch.
"Max Goldt ist der Inbegriff von Menschlichkeit." (Durs Grünbein)
Foto: © Axel Martens / Buchcover: © dtv Verlag